Bewertung und Vermessung von Dichtflächen

Unbeschädigte, ebene und gereinigte Dichtflächen sind die Grundvoraussetzung für eine dauerhaft dichte Flanschverbindung. Eine Besichtigung vor Ort im Betrieb kann schon über das Leckagebild Anhaltspunkte zur Ursache liefern.

 

Weiterhin ermöglicht die nachfolgende Vermessung der Flanschdichtflächen vor Ort eine Aussage über mögliche Leckageursachen. Die Vermessung kann bei kleinen Dichtflächen oder Nuten mit mechanischen Hilfsmitteln erfolgen, bei großen Dichtflächen ist eine laseroptische Vermessung sinnvoll.

 

Die laseroptische Vermessung kann pro Dichtfläche bei etwa 20 Meßpunkten einschließlich Computerauswertung mit einem Zeitaufwand von etwa 1-2 Stunden realisiert werden.

Auswertung der Dichtflächenvermessung

Über die Auswertung der Dichtflächenvermessung kann man entweder die Eignung der Dichtfläche nachweisen oder den erforderlichen Betrag der Abarbeitung festlegen.

 

Aus einer Vermessung gehen am Ende folgende Angaben hervor:

  • Abstand der Meßpunkte von einer gemittelten Ebene
  • Unzulässige Abweichungen
  • Bei Nuten: Nuttiefe und Übergänge
  • Bei Stegen: Steghöhe und Übergänge

Damit lassen sich eindeutige Aussagen zum Zustand jeder Dichtfläche treffen. Der maximale Durchmesser des Meßbereichs liegt bei ca. 20m, die Genauigkeit bei exakter Auflage des Datenaufnehmers liegt bei 0,001 mm.